Zwei Gespräche
So viele laufen in jeder Sitzung gleichzeitig.
Eines über die Sache. Zahlen, Argumente, Zuständigkeiten.
Eines über den Rang. Wer unterbrechen darf, wessen Wort am Ende zählt.
Nur eines davon steht auf der Tagesordnung.
Wenn du das zweite mit den Mitteln des ersten beantwortest (noch ein Argument, noch eine Erklärung) verlierst du es.
Du kennst den Moment, in dem sich etwas in der Magengrube zusammenzieht, obwohl formal überhaupt nichts vorgefallen ist.
Genau da spürst du das zweite Gespräch.
Gute Vorbereitung ist alles, oder?
Du bereitest dich gut vor. Du liest die Vorlage zweimal, du kennst die Zahlen, du hast Antworten auf die Fragen, die kommen könnten. Und trotzdem gehst du aus manchen Runden mit dem Gefühl, dass es nichts genützt hat.
Das kenne ich. Ich habe mich vor Anhörungen im Landtag durch riesige Stapel Unterlagen gearbeitet, Wort für Wort, weil ich dachte, es käme auf Gründlichkeit und auf Kompetenz an.
So ist es nicht. Was ich damals gebraucht hätte, war jemand, der mir erklärt, wie der Raum funktioniert, in dem ich gleich sitze. Diese Person hatte ich nicht, also habe ich es mir über Jahre selbst beigebracht – langsamer, als es hätte sein müssen.
Im Laufe der Jahre habe ich begriffen:
Das beste Argument gewinnt keine Rangfrage.
Eine Rangfrage endet, sobald sie beantwortet ist.
Meist reicht dafür ein Satz.
Beim Machtcoaching in meinem Frankfurter Büro nehmen wir deine Situation auseinander, bis das Muster darin sichtbar wird – und dann probierst du aus, was du beim nächsten Mal tust.
Woran du merkst, dass es wirkt
Du merkst mitten in der Sitzung, dass hier gerade nicht über die Sache gesprochen wird – und nicht erst abends um halb zwölf, wenn du die Szene zum vierten Mal durchspielst.
Vor der großen Runde liest du nicht mehr alles. Du legst drei Punkte fest, gehst rein und hast den Kopf frei für das, was tatsächlich passiert. Die Stunden, die du bisher in Vollständigkeit gesteckt hast, gehören wieder dir.
Die Frage „Was stimmt eigentlich nicht mit mir?" stellt sich nicht mehr. Weil du siehst, was im Raum passiert, brauchst du keine Erklärung mehr, die von dir handelt.
Du sagst, was du brauchst und bis wann. Ohne Begründungsschleife, ohne schlechtes Gewissen – und du bekommst ein Ergebnis statt Schweigen.
Du wirst eindeutig, ohne zu werden wie die, die dich nerven. Nett oder hart war ohnehin nie die Frage.
Ich übernehme heute selbst die Gespräche, für die ich die Expertin bin
Früher wurde bei wichtigen Abstimmungen mit dem Ministerium oft mein männlicher Kollege angesprochen – selbst bei Themen, in denen ich viel tiefer drin war. Irgendwann habe ich zu ihm gesagt: „Nein, das klärst nicht du, das kläre ich." Und statt Gegenwind kam einfach: „Na klar – du hast davon ja auch viel mehr Ahnung." Das war richtig cool!
Heike F., Geschäftsführerin eines Unternehmens im öffentlichen Sektor
Ich bin raus aus dem Perfektions-Hamsterrad
Früher hatte ich ständig das Gefühl, mich noch besser vorbereiten und immer weiter verbessern zu müssen – als würde mein Chef mich ununterbrochen bewerten. Heute weiß ich, dass ich diesen Druck auch selbst mit erzeugt habe, und setze meine Prioritäten stattdessen strategisch. Mit einer klaren Quartalsplanung und kleinen, realistischen Häppchen sehe ich endlich, was ich geschafft habe – und kann darauf richtig stolz sein.
Hannah L., Abteilungsleiterin einer Wirtschaftsorganisation
Ich setze klare Deadlines und renne nicht mehr für jeden sofort los
Früher habe ich mir jedes „Man müsste mal …" sofort zu Herzen genommen und bin losgerannt, um es umzusetzen. Heute sage ich meinen Kolleginnen und Kollegen ganz klar, was ich brauche und bis wann – und dann liefern sie auch. Ich kann mich viel besser abgrenzen, und das Beste: Es macht mir immer mehr Spaß, weil ich richtig merke, wie ich darin besser werde!
Carina B., Leiterin Kommunikation einer öffentlichen Kultureinrichtung
Ich trete als Führungskraft souveräner auf – und bleibe dabei ich selbst
Ich wollte als Führungskraft stärker und sichtbarer werden, ohne mich dafür zu verbiegen.
Im Coaching haben wir ganz konkrete Ideen und Werkzeuge entwickelt, die wirklich zu mir und meinen Idealen passen. Heute trete ich souveräner und selbstbewusster auf
und habe trotzdem das Gefühl, ganz ich selbst zu sein.
Sandra L., Geschäftsführerin eines Sozialunternehmens
Heute bleibe ich auch in schwierigen Gesprächen bei mir
Im Umgang mit meinem Vorgesetzten bin ich früher oft an meine Grenzen gekommen. Im Coaching habe ich gelernt, Machtspiele schneller zu durchschauen und klarer meinen eigenen Weg zu verfolgen. Heute gehe ich viel gelassener in schwierige Gespräche und lasse mich nicht mehr so leicht verunsichern oder von meinem Weg abbringen.
Alina R., Abteilungsleiterin einer Landesbehörde
Wie wir arbeiten
Schritt 1: Du bringst deine Situation mit, so konkret wie möglich. Wer sitzt im Raum, was wurde gesagt, was hast du gemacht, was ist danach passiert.
Schritt 2: Wir sortieren, worum es dabei tatsächlich ging – und woran du das beim nächsten Mal früher erkennst.
Schritt 3: Wir spielen die Szene nach. Wenn sie an einem Sitzungstisch stattfand, bauen wir den Tisch auf. Wenn du am Redepult standest, stellen wir uns ans Redepult. Dein Gegenüber übernehme ich. Du probierst Antworten aus, bis eine sitzt, die zu dir passt.
Schritt 4: Du nimmst sie mit in den Alltag. Beim nächsten Termin schauen wir, wie es gelaufen ist, und arbeiten weiter.
Was sich verschiebt
Zuerst verstehst du, was passiert ist.
Die Situation, über die du dich seit Wochen ärgerst, bekommt eine Erklärung, die nicht von deinen Defiziten handelt.
Dann erkennst du es früher.
Nicht mehr auf dem Heimweg, sondern in der Sitzung – und irgendwann in der Sekunde, in der es beginnt.
Dann hast du eine Antwort.
Nicht die schlagfertigste, sondern eine, die du auch wirklich aussprichst.
Und dann brauchst du sie seltener.
Wer eine Rangfrage zuverlässig beantwortet, bekommt weniger davon gestellt.
Aber das Beste ist: Du beschäftigst dich wieder mit dem, was du eigentlich gestalten willst – und weniger mit denen, die dich davon abhalten.
Warum ich das kenne
Ich war Abgeordnete im Hessischen Landtag, dort Vizepräsidentin und Mitglied des Fraktionsvorstands.
Danach Dezernentin für Bildung und Frauen in Frankfurt, mit Verantwortung für über 3.000 Mitarbeitende.
Von 2019 bis 2023 habe ich die Akademie Mixed Leadership an der Frankfurt University of Applied Sciences geleitet.
Plenardebatte, Aufsichtsratssitzung, Gremium, Personalgespräch:
ch weiß, wie diese Räume funktionieren, weil ich zwanzig Jahre darin gearbeitet habe.
So fangen wir an
Wir sprechen 30 Minuten miteinander, per Zoom oder Telefon, kostenlos und vertraulich. Du erzählst, was gerade ansteht, ich sage dir, wie ich damit arbeiten würde – und ob Coaching bei dir das passende Format ist.
Du bestimmst die Taktung
Eine Sitzung dauert 60 oder 90 Minuten, je nachdem, was du mitbringst. Ob wir uns alle vier Wochen sehen oder in einer intensiven Phase zweimal pro Woche, entscheidest du nach deinem Kalender und deinem Anliegen. Manche Anliegen sind nach drei Sitzungen erledigt, häufiger werden es zehn.
Wenn du von weiter weg kommst
Für Kundinnen aus Hamburg, Leipzig, München oder Berlin planen wir einen halben Tag: zwei Stunden, Mittagspause, zwei weitere Stunden. Dann lohnt sich die Anreise, und wir kommen in einem Zug deutlich weiter.
Zwischen den Terminen
Manche Kundinnen schreiben mir kurz, wie eine Sitzung gelaufen ist, und bekommen von mir eine Rückmeldung. Hausaufgaben gebe ich selten – wenn wir es verabreden, bereite eher ich etwas vor.
Wo wir arbeiten
In meinem Büro im Frankfurter Bahnhofsviertel, wenige Gehminuten vom Hauptbahnhof. Der Raum lässt sich für deine Szene umbauen: Sitzungstisch, Rednerpult, zwei Sessel gegenüber.
Was es kostet
Eine Coaching-Stunde kostet 250 Euro. In begründeten Einzelfällen finden wir eine andere Lösung.
Wenn etwas dazwischenkommt
Abgesagte Termine berechne ich nicht. Online arbeite ich ausnahmsweise auch, allerdings erst, wenn wir uns hier persönlich kennengelernt haben.
Machtcoaching ist auch dann richtig für dich, wenn du …
… schon Kommunikations- oder Führungstrainings gemacht hast und danach nicht klüger warst – dort wird meist an Gesprächstechnik gearbeitet, hier an deiner konkreten Situation, mit Namen, Raum und Vorgeschichte
… dich nicht auch noch abends mit diesen Leuten beschäftigen willst – genau darum geht es: dass du weniger über sie nachdenkst
… keine Politikerin bist und nicht in einer Behörde arbeitest – Rangdynamiken funktionieren in einer Agentur nicht anders als in einem Ministerium, und die Hälfte meiner Kundinnen kommt aus Unternehmen
… kein Team führst, sondern dich schlicht durchsetzen willst – dafür brauchst du keine Führungsposition, es reicht, dass du regelmäßig in Räumen sitzt, in denen es nicht nur um die Sache geht
Was im Raum erledigt ist, läuft nachts nicht weiter
Erzähl mir in 30 Minuten, worum es geht: ein Konflikt, eine Konstellation, die dich Kraft kostet, oder eine Rolle, in die du hineinwächst. Ich sage dir, wie ich damit arbeiten würde – und wenn ich nicht die Richtige für dein Anliegen bin, sage ich dir das auch.