MACHT-COACHING IN PRÄSENZ IN FRANKFURT

Business-Coaching für Frauen in Führung

Bei der wichtigen Abstimmung wird dein Kollege angesprochen, obwohl du das Thema besser kennst als er – und das wissen auch alle am Tisch.

Am Nachmittag sitzt dir ein Mitarbeiter gegenüber, schildert ein Problem und geht erleichtert hinaus. Du bleibst mit einer Aufgabe zurück, die eigentlich seine war.

Formal ist in beiden Fällen nichts vorgefallen. Trotzdem zieht sich etwas in der Magengrube zusammen, und beim Einschlafen läuft die Szene noch einmal ab.

In beiden Szenen wird über Macht verhandelt. Einmal nimmt dir jemand etwas weg, einmal gibst du selbst etwas ab.

Gute Vorbereitung ist alles, oder?

Du bereitest dich gut vor. Du liest die Vorlage zweimal, du kennst die Zahlen, du hast Antworten auf die Fragen, die kommen könnten. Und trotzdem gehst du aus manchen Runden mit dem Gefühl, dass es nichts genützt hat.

Das kenne ich. Ich habe mich vor Anhörungen im Landtag durch riesige Stapel Unterlagen gearbeitet, Wort für Wort, weil ich dachte, es käme auf Gründlichkeit und auf Kompetenz an.

So ist es nicht. Was ich damals gebraucht hätte, war jemand, der mir erklärt, wie der Raum funktioniert, in dem ich gleich sitze. Diese Person habe ich nicht gefunden, also habe ich es mir über Jahre selbst beigebracht – langsamer, als es hätte sein müssen.

Heute bin ich die Coachin, die ich damals selbst gebraucht hätte.

Im Laufe der Jahre habe ich begriffen:
Wer führt, hat Macht.

Wer Entscheidungen trifft, Aufgaben verteilt, Grenzen setzt oder ein Thema auf die Tagesordnung bringt, übt Macht aus. Gleichzeitig bewegst du dich in Machtverhältnissen, die du nicht selbst geschaffen hast. Mich interessieren beide Seiten: Welche Macht hast du selbst, und wie nutzt du sie? Und welche Macht wirkt auf dich? Wenn in einer Sitzung der Rang verhandelt wird, hilft auch das beste Argument wenig.

Viele Frauen sind mit der Erwartung groß geworden, freundlich, verbindlich und angenehm zu sein. Ein klares Nein oder eine deutliche Ansage fühlt sich deshalb anders an und wird von außen anders bewertet.

Im Coaching sortieren wir, was dein persönliches Thema ist und was du schlicht sehr gründlich gelernt hast. Allein diese Unterscheidung entlastet enorm.

„Das ist deine Aufgabe.“ „Ich entscheide das jetzt.“ „Das reicht so noch nicht.“ Solche Sätze gehören zur Führung, auch wenn sie sich unangenehm anfühlen.

Im Macht-Coaching in meinem Büro in Frankfurt schauen wir, was in deiner Situation passiert, welche Macht du selbst hast und was deine Aufgabe ist – damit du klarer entscheiden und handeln kannst. Dafür musst du nicht härter, lauter oder jemand anderes werden.

Womit Frauen zu mir kommen

Manche kommen mit einem akuten Konflikt: mit einem Vorgesetzten, der sie aus dem Konzept bringt, mit einem Co-Geschäftsführer, der wahrgenommen wird, während sie unsichtbar bleiben, oder mit Mitarbeitenden, die ständig alles bei ihnen abladen.

Andere übernehmen eine neue Führungsposition und wollen ihren eigenen Stil finden. Wieder andere wollen sichtbarer werden oder den nächsten Karriereschritt vorbereiten. Mit einer Politikerin, bei der in zwei Jahren die Listenaufstellung ansteht, erarbeite ich einen Fahrplan: wo sie heute steht, welche Themen sie besetzt und wann welche Entscheidungen fallen.

Und manche kommen mit einem scheinbar kleinen Satz wie „Ich kann schlecht Nein sagen“. Das reicht völlig. Ob eine Machtfrage dahintersteckt, finden wir gemeinsam heraus.

Woran du merkst, dass es wirkt:

  • Du merkst mitten in der Sitzung, dass hier gerade nicht über die Sache gesprochen wird – und nicht erst abends um halb zwölf, wenn du die Szene zum vierten Mal durchspielst.

  • Vor der großen Runde liest du nicht mehr alles. Du legst drei Punkte fest, gehst rein und hast den Kopf frei für das, was tatsächlich passiert. Die Stunden, die du bisher in Vollständigkeit gesteckt hast, gehören wieder dir.

  • Die Frage „Was stimmt eigentlich nicht mit mir?" stellt sich nicht mehr. Weil du siehst, was im Raum passiert, brauchst du keine Erklärung mehr, die von dir handelt.

  • Du weißt, was deine Aufgabe ist und was nicht. Bringt dir jemand ein Problem, das ihm gehört, gibst du es freundlich zurück und gehst ohne neue Aufgabe aus dem Gespräch.

  • Du triffst die Entscheidungen, die zu deiner Rolle gehören. Auch die unangenehmen.

  • Du wirst eindeutig, ohne zu werden wie die, die dich nerven. Nett oder hart war ohnehin nie die Frage.

Das sagen meine Kundinnen

Wie wir arbeiten

Du bringst deine Situation mit, so konkret wie möglich: wer im Raum saß, was gesagt wurde, was du gemacht hast und was danach passiert ist.

Wir sortieren, was dort verhandelt wurde. Ich schaue auf dich, auf dein Gegenüber, auf deine Rolle und auf das System, in dem ihr arbeitet. Wer trägt welche Verantwortung? Was kannst du beeinflussen und was nicht?

Dann wird daraus Handlung. Wir bereiten das nächste Gespräch vor und testen Sätze, bis einer sitzt. Oft spielen wir die Szene nach: Fand sie an einem Sitzungstisch statt, bauen wir den Tisch auf, standest du am Rednerpult, stellen wir uns ans Rednerpult. Dein Gegenüber übernehme ich. Klingt eine Antwort künstlich, arbeiten wir weiter, bis du eine hast, die du tatsächlich gibst. Beim nächsten Termin schauen wir, wie es gelaufen ist.

Ein festes Programm gibt es nicht. Ich nutze, was in deiner Situation hilft, von systemischen Fragen über Strategiearbeit bis zum Rollenspiel. Gelacht wird übrigens auch, oft genau in dem Moment, in dem ein Muster sichtbar wird.

Was sich verschiebt

Zuerst verstehst du, was passiert ist.
Die Situation, über die du dich seit Wochen ärgerst, bekommt eine Erklärung, die nicht von deinen Defiziten handelt. Und du siehst, was davon deine Aufgabe war und was nicht.

Dann erkennst du es früher.
Nicht mehr auf dem Heimweg, sondern in der Sitzung – und irgendwann in der Sekunde, in der es beginnt.

Dann hast du eine Antwort.
Nicht die schlagfertigste, sondern eine, die du auch wirklich aussprichst.

Und dann brauchst du sie seltener.
Wer eine Rangfrage zuverlässig beantwortet, bekommt weniger davon gestellt.

Aber das Beste ist: Du nutzt deine Macht, ohne jemand zu werden, der du nicht sein willst – und hast den Kopf wieder frei für das, was du gestalten willst.

Warum ich das kenne

Meine erste Führungsaufgabe hatte ich mit neunundzwanzig. Danach war ich Abgeordnete und Vizepräsidentin im Hessischen Landtag, später Dezernentin für Bildung und Frauen in Frankfurt, verantwortlich für mehrere Ämter mit über 3.000 Mitarbeitenden. Von 2019 bis 2023 habe ich die Akademie Mixed Leadership an der Frankfurt University of Applied Sciences geleitet und mich dort intensiv mit Führung und Diversität beschäftigt.

Ich bin Diplom-Politologin, habe 2016 meine Coaching-Ausbildung gemacht, später die Trainerinnenausbildung und die Zertifizierung für das Arroganz-Training®. Plenardebatte, Aufsichtsratssitzung, Gremium, Personalgespräch: Ich kenne Macht von innen und habe gelernt, sie von außen zu analysieren. Eine Politikerin muss mir die Mechanik ihres Systems nicht erst erklären.

Typische Fragen

Machtcoaching ist auch dann richtig für dich, wenn du …

  • … schon Kommunikations- oder Führungstrainings gemacht hast und danach nicht klüger warst – dort wird meist an Gesprächstechnik gearbeitet, hier an deiner konkreten Situation, mit Namen, Raum und Vorgeschichte

  • … dich nicht auch noch abends mit diesen Leuten beschäftigen willst – genau darum geht es: dass du weniger über sie nachdenkst

  • … keine Politikerin bist und nicht in einer Behörde arbeitest – Machtdynamiken funktionieren in einer Agentur nicht anders als in einem Ministerium. Meine Kundinnen kommen aus Unternehmen, Kultur, Wissenschaft, Verwaltung, Politik und NGOs. Gemeinsam ist ihnen, dass sie führen, gestalten oder den nächsten Schritt machen wollen.

  • … noch keine Führungsposition hast, aber den nächsten Schritt machen willst – es reicht, dass du regelmäßig in Räumen sitzt, in denen es nicht nur um die Sache geht.

  • … dein Anliegen gar nicht für eine Machtfrage hältst – „Ich kann schlecht Nein sagen“ ist Anlass genug.

  • … bei Macht an Ellbogen denkst – hier geht es darum, deine Macht so zu nutzen, wie es zu dir passt.

Was im Raum erledigt ist, läuft nachts nicht weiter

Erzähl mir in 30 Minuten, worum es geht: ein Konflikt, eine Konstellation, die dich Kraft kostet, eine Rolle, in die du hineinwächst, oder ein nächster Schritt, den du planen willst. Ich sage dir, wie ich damit arbeiten würde – und wenn ich nicht die Richtige für dein Anliegen bin, sage ich dir das auch.